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Interviews mit NRHA-Helfern im Hintergrund

Aktualisiert: 26. Apr.

Es gibt viele Leute die im Hintergrund für die NRHA arbeiten. Sei es als Helfer an den Shows oder in einer anderen Funktion. Wer sind all diese Menschen? Wir stellen sie Euch vor. Das erste Interview gab uns Andrea Fischer. Sie ist zuständig für das Layout der NRHA Verbandsseiten und betreut unsere Website.

2016 Pressestelle FEI World Reining Championships beim Schreiben der Texte für das Turnier-Journal «Slide Tracs»

Wie kamst Du zum Reiten/Westernreiten?

Mein Grossvater packte mich eines Tages in seinen VW Bus und wir fuhren auf den Fohlenhof in Wermatswil, das musste etwa 1973 gewesen sein. Ich sass zum ersten Mal auf dem Rücken von Schimmel Sämi. Die Steigbügelriemen wurden mehrmals um den Steigbügel gewickelt, damit ich mit den Füssen reinkam. Einige Jahre später wurde klassischer Dressur- und Springunterricht daraus. Als Teenager ritt und pflegte ich, nebst den Reitstunden auf dem Fohlenhof, die Springpferde von Kurt Grob Senior und seiner Familie. Ich verbachte jede Sekunde meiner Freizeit im Stall. Anfang der Achtziger Jahre lernte ich durch eine Bekannte jemand kennen, die drei Quarter Horses besass. Eines davon war Poco Santos, ein kleiner Buckskin-Junghengst, mit einer ganz bösen Verletzung an einem der hinteren Röhrbeine. Sie suchte jemand, der sich täglich um das Tier kümmern konnte. Und so pflegte ich mit viel Hingabe den armen Kerl gesund. Als Dank durfte ich bei ihr reiten. So kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit dem Westernreiten. Bei einer Art Rassenschau in Fehraltorf, das musste etwa 1983 gewesen sein, wo wir ihre beiden Stuten mit deren Fohlen bei Fuss vorstellten, lernte ich Hanspeter Reiss kennen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass er mir einige Jahre später viele wirklich wertvolle Dinge beibringen würde. Eines der beiden Fohlen schenkte mir mein Vater zum Lehrabschluss und so geriet ich in die noch junge und kleine Schweizer Quarter Horse Community im Zürcher Oberland. Die klassische Reiterei gab ich inzwischen auf.

Wie kamst du zu deinem Beruf?

Als mich meine Eltern fragten was ich einmal werden wolle, war meine Antwort Grafikerin oder Journalistin. Da war ich etwa zwölf, war von den Büchern von Karl May besessen und hatte bereits einen eigenen Abenteueroman geschrieben. Zum Grafikberuf kam ich über den Umweg als Reklame- und Schriftenmalerin, den ich heute noch liebe. Die Leidenschaft zum Schreiben habe ich erst viele Jahre später, mit dem Job als Redakteurin vom WESTERNER, wiederentdeckt. Dank dem WESTERNER durfte ich 2018 den Lehrgang Journalismus an der EB Zürich besuchen – eine grossartige Erfahrung, da wir von top Journalisten und Autoren von SRF, Tagesanzeiger und anderen Medien als Dozenten profitieren konnten.

Wie kamst du zu deinem Geschäft?

Ich stamme aus einer Unternehmerfamilie. Für mich war immer klar, dass ich mein eigener Boss sein werde. 2002 reduzierte ich das Pensum meiner damaligen Arbeitsstelle auf fünfzig Prozent, kaufte mir einen PowerMac und fing dann mal ziemlich blauäugig mit meinem ersten Kunden an. 2004 bezog ich mit einer Geschäftspartnerin ein gemeinsames Atelier, das erst in einer alten Autowerkstatt sein sollte. Das kam leider nicht zustande, doch der Firmenname und das ganze Drum und Dran stand bereits, darum heisst die Firma Grafikgarage. Ein Jahr später wurde meine Geschäftspartnerin schwanger und ich zog das Ding alleine weiter. Heute bin ich froh, habe ich damals diesen Schritt gemacht.

Was gehört zu den Haupttätigkeiten in deinem Job?

Ich liebe es kreativ zu sein. Dazu gehört visuelle Kommunikation – das Spiel mit Farben und Formen und die Konzeptarbeit. Corporate Design vom Logo über Geschäftsdrucksachen, dem Webauftritt bis hin zu meinem ursprünglichen Beruf, der Werbetechnik, sind meine Kernaufgaben. Mittlerweilen schreibe ich auch PR- und Werbetexte. Das Handwerk als «Beschrifterin» liebe ich nach wie vor. In der Zeit des Corona-Lockdowns habe ich mir noch eine kleine Siebdruckwerkstatt eingerichtet. Dort kann ich unter anderem auch Textilien bedrucken und es schwirren mir so einige Kunstprojekte durch die rechte Gehirnhälfte. Analoges Arbeiten gibt mir eine tiefe Zufriedenheit.

Was gefällt Dir an deinem Job besonders?

Die Kommunikation mit meiner Kundschaft, die kreative Freiheit und die Vielseitigkeit die mein Beruf mit sich bringt. Sich jedes Mal mit der Branche eines Kunden auseinanderzusetzen ist immer sehr spannend.

Wie kam es dazu, dass du Redakteurin vom WESTERNER wurdest und seit wie vielen Jahren machst Du das?

Im Frühling 2015 wurde ich von Rolf und Thomas Glauser angefragt, ob ich Interesse hätte als Redakteurin vom WES-TERNER tätig zu sein. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Sacha Jaquerouds Aufgabe und der WESTERNER sein «Baby». Er wollte sich beruflich und privat verändern und irgendwie kamen sie auf mich. Ich hatte null Erfahrung auf diesem Gebiet, doch ich nahm die Herausforderung an. Auch bei mir fand damals gerade eine Veränderung statt. Ich hatte eben den Entschluss gefasst, dass über zehn Jahre Showmanagement für AQHA, APHA, SM Western und für die NRHA genug sind. Mit dem WESTERNER schloss sich nicht nur die entstandene Lücke, es erwachte die Liebe zum Schreiben nach all den Jahren wieder. Der April 2015 war meine erste Ausgabe als Redakteurin – unterdessen sind 77 daraus geworden.

Wo oder bei was trifft man dichin deiner Freizeit?

Im Stall bei unserem Opa und Goldstück Bucky, mit dem ich, solange es noch geht gemütliche Ausritte geniessen werde. Aber auch im Wald mit unseren zwei Jack Russel Girls, in meinem Garten in der Erde wühlend – auch da leistet mir mindesten ein Hund immer Gesellschaft – oder in der Siebdruckwerkstatt.

Vielen Dank für das Interview.

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